HMS IT-Profis für die Praxis in Forchheim: Elektronische Gesundheitskarte

05.10.2011

Elektronische Gesundheitskarte- Ersatzverfahren

Was mache ich wenn ein Patient mit der neuen Karte kommt?


Und wenn in meiner Praxis noch kein eGK geeignetes Kartenlesegerät installiert ist ?

Da Aufgrund der großen Nachfrage mit längeren Lieferzeiten der Hersteller zu rechnen ist und es somit logistisch unmöglich ist, bis zum 01.10.2011 alle Praxen mit Kartenlesegeräten für die elektronischen Gesundheitskarte auszustatten, gibt es für Sie, wenn Sie noch kein eGK geeignetes Gerät installiert haben, zwei Möglichkeiten:


  • Wenn der Patient seine alte Karte noch dabei hat, kann man diese noch ohne Probleme einlesen. - Sollte dies nicht der Fall sein, können Sie das
  • von der KV zugelassene Ersatzverfahren laufen lassen.



27.05.2011

Heilberufsausweis (HBA)

Neben seiner bisherigen Funktion als Lichtbildausweis wird er vielfältige elektronische Funktionen erhalten.

 

 Dazu gehören insbesondere:

  • die elektronische Prüfung der Identität gegenüber technischen Systemen (z. B. Zugang zum Webportal der KBV) die Entschlüsselung und Verschlüsselung von Daten der elektronischen Gesundheitskarte
  • die Entschlüsselung und Verschlüsselung von Daten der elektronischen Gesundheitskarte
  • die qualifizierte elektronische Signatur (QES) gemäß Signaturgesetz (SigG) für die rechtskräftige Unterzeichnung z. B. von KV-Abrechnungen


Auch wenn alle diese Funktionen durch eine 6-stellige PIN abgesichert sind, wird der HBA zukünftig also leider auch verstärkt dem Diebstahl und unrechtmäßigem Gebrauch unterliegen.


Es ist daher von allergrößter Wichtigkeit, auf eine sichere Verwahrung und Nutzung des HBAs und seiner PIN zu achten:


  • Behandeln Sie Ihre 6-stellige PIN des HBA wie die Ihrer EC- /Maestro-Karte und teilen Sie diese niemals Fremden mit.
  • Verhindern Sie bei der PIN-Eingabe, dass andere diese ausspähen können
  • Schützen Sie Ihren PC mit dem daran angebundenen Kartenleser vor einer Infektion durch Schadprogramme oder Viren mit Hilfe eines sich täglich aktualisierenden Virenschutzes.
  • Verwahren Sie Ihren HBA so sorgfältig wie Ihre Scheckkarte.
  • Verwenden und Belassen Sie den HBA niemals in Bereichen Ihrer Praxis, zu denen Patienten oder andere nicht zur Praxis gehörende Personen Zugang haben.
  • Am Patientenempfang oder im Sprechzimmer darf der HBA niemals gesteckt bleiben.
  • Lassen Sie sich vom Terminalhersteller bestätigen, dass sein Terminal keinen einfachen Steckleser für den HBA sondern einen mechanisch verriegelten Auswurfleser als zusätzlichen Diebstahlschutz verwendet, wie das z. B.  beim CARD STAR /medic2 Modell 6220-4 der Fall ist.


Von der gematik wurden auch eHealth-BCS-Terminals mit nur einem Kartenleser für eGK oder KVK spezifiziert, um dem Sicherheitsbewußtsein der Praxen zu entsprechen, die von vornherein am Empfang auf HBA-Funtionen verzichten wollen.


Bei diesem Ansatz geht man davon aus, dass der HBA später an gut geschützer Stelle z. B. im Privatraum des Arztes, im Serverraum oder in einem verschlossenen Schrank in einem zweiten Kartenterminal gesteckt wird und dort bis zum Ende der Dienstzeit verbleibt.

Über den so genannten Remote-PIN-Zugriff kann von allen anderen in einer Praxis installierten Terminals über Netzwerk (LAN) und Konnektor auf diesen HBA zugegriffen werden.

Die geringen zusätzlichen Kosten eines zweiten Terminals stellen dann eine sehr effektive Investition in den Diebstahlschutz des HBA sicher, ohne den dessen kriminelle Nutzung auch bei einer ausgespähten PIN nicht möglich ist.


Kartenlesegerät für die eGK

Celectronic 6220-4 mit memo 3